rt-go: 2006-09-24

Radler-Paradies Alzey

(Grüße aus Schilda)

Vorsicht!

Das ist keine Satire.

Warnung!

Das ist nur
das 1. Kapitel 
einer trostlosen Geschichte.

(Aber, Wunder gibt es immer wieder. Siehe Nachträge)

Als gebürtiger Alzeyer bin ich natürlich stolz auf meine Heimatstadt und froh ein echter Alzeyer zu sein.

Und als Radfahrer bin ich natürlich ...
am Verzweifeln über so viel Hirnlosigkeit.

Da sind Zustände, die man wirklich niemandem erklären kann ...

1. Streich 

Es ist unübersehbar. Da wird etwas für die Radfahrer getan. Da gibt es doch tatsächlich einen Radweg an der Einmündung der Schlossgasse in die Nibelungenstraße. Und da dürfen die Radfahrer selbstverständlich zwischen den parkenden und den entgegen kommenden Autos durch fahren, wenn sie sich trauen.


So sieht das dann z. B. aus,
wenn ein sehr rücksichtsvoller Autofahrer entgegen kommt.

Aber bitte nur Erwachsene. Für Kinder ist der Verkehr ja sowieso viel zu gefährlich. Die bleiben besser zu Hause und werden erst mit 18 Verkehrsteilnehmer.

Bevor jetzt jemand gegen die schlimmen Autofahrer wettert. - Der eine parkt zwar wirklich falsch. - Aber wo ist der Unterschied? - Der tolle Radweg endet sowieso fünf Meter weiter vor dem nächsten Auto und verwandelt sich völlig unermittelt in Parkplätze. (Selbstverständlich nur für flache Sportwagen, damit man besser drüber fahren kann. )

Wenn das Schild nicht wie im oberen Bild mitten auf dem Bürgersteig, sondern vor dem Blumenkübel stehen würde, könnten es alle gut sehen und es wäre Platz, damit Fußgänger und Radfahrer sich auf dem Bürgersteig bewegen könnten. Aber das wäre wohl viel zu phantastisch, als dass sich das irgend ein Entscheidungsträger vorstellen könnte.

2. Streich

Folgt man der Schlossgasse in Richtung Rossmarkt, kommt man an ein Stadttor. Eine Engstelle. Und deshalb dürfen die Radfahrer nur noch als Fußgänger weiter. Ist doch klar: wenn sie neben dem Rad her laufen sind sie ja auch viel beweglicher und brauchen viel weniger Platz, als wenn sie drauf sitzen würden.

   Die Straße durchquert übrigens beim Rossmarkt die Fußgängerzone und ist von ihrem Beginn in der Hospitalstraße bis zu dieser Stelle als Spielstraße ausgewiesen.

KFZ und andere Verkehrsteilnehmer dürfen sich folglich sowieso nur mit Schrittgeschwindigkeit darin bewegen.

Da stellt sich doch die Frage: Wieso müssen z. B. Radfahrer schieben und PKW-Fahrer nicht?

Nachtrag

Neulich bin ich hier mit dem Rad lang gekommen. Kurz hinter dem Stadttor stand ein Polizeifahrzeug auf der Straße. Der Polizist hat sich mit Anwohnern unterhalten. Ich bin natürlich vorbei gefahren. Und den Polizisten hat das natürlich überhaupt nicht gestört.

Nachtrag 2

Man glaubt es nicht. Es geschehen noch Wunder.

Neulich (am 28.07.07) bin ich hier vorbei gekommen und konnte es kaum fassen.

Das haut ja einen Eskimo vom Schlitten und mich vom Trike.

Das alte Schild ist doch tatsächlich weg und durch dieses ersetzt.

Radfahrer müssen jetzt nicht mehr ab steigen und das Tor versperren!

  

Und hinter dem Tor geht's tatsächlich weiter.

3. Streich

Selbstverständlich musste in der Schafhäuser Straße etwas passieren, damit die unerträgliche Situation ein Ende hat. Aber warum werden da auch noch die Fußgänger und die Radfahrer behindert, die in dem Getümmel ohnehin schon benachteiligt sind?

Ich bin mit meinem Dreirad nicht durch gekommen. Ein Radler, der sein Rad schob, konnte sich nur mühsam hindurch winden und es wäre nicht verwunderlich gewesen, wenn er sich die Kleidung zerrissen hätte. Ein Elter mit Kinderwagen hätte, genau so wie ich, zwischen den Autos und ihren Abgasen warten müssen, bis er auf der Straße um die Absperrung herum fahren gekonnt hätte.

Die Absperrung um die Ecke (an der Aral-Einfahrt) ist sogar noch schlimmer, da gehen erst Recht keine Kinderwagen und keine Fahrräder durch. Da fragt man sich doch, ob das vielleicht Absicht oder einfach nur unbeschreibliche Unfähigkeit ist. So oder so ein hinreichender Grund, den Verantwortlichen in die Wüste zu schicken oder auf dem Rossmarkt an den Pranger zu stellen. 

Nachtrag

Es war ganz klar, so ein “Problemchen” löst sich zwangsläufig von selbst, wenn die Baumaßnahme beendet ist.

Und so war die Lösung letztlich gar nicht zu verhindern.

Weitere Grüße aus Schilda folgen.

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NSG Kühkopf

 

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