| rt-go: 26.02.2009 |
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In der Ebene fahren sich Dreiräder ganz wunderbar und so bequem, dass viele Trikefahrer nie wieder ein “Upright” fahren wollen. Ich gebe gerne zu, dass ich auch zu dieser Gruppe gehöre. Probleme gibt es jedoch, wenn es bergauf geht. Wenn es dem “aufrechten” Radler zu steil wird, behilft er sich vorübergehend mit dem Wiegetritt oder steigt ab und schiebt halt das Rad den Berg hoch, der zum Fahren zu steil ist. Der Trikefahrer hat hier jedoch einige Probleme. Wiegetritt geht nicht. Der Sitz im Rücken ermöglicht zwar, dass man fester tritt, als es ein “aufrechter” Radler jemals könnte. Aber das nützt dann nichts mehr, wenn die Pedale einfach nicht mehr rund laufen und am Totpunkt stehen bleiben. Da nützt die ganze Kraft nichts. Dort kann man eher die Pedale ab treten, als Kraft auf die Kette bringen. Die einzige Lösung des Problems besteht in einer viel geringeren Entfaltung. Weil ein Trike ja normalerweise nicht um fällt, spielt das Tempo keine Rolle. Also kann man eine Steigung auch beliebig langsam hoch fahren. Die Untersetzung durch das Getriebe muss nur so sein, dass man die Pedale am Kreisen halten kann. Obwohl das die Hersteller von Dreirädern ganz genau wissen, oder jedenfalls wissen müssten, rüsten sie Trikes wie übliche Zweiräder aus. Man müsste sie dafür jeden Morgen,
Ein konkretes BeispielUnser erstes Lepus ist mit einer Shimano 8-Gang Nabe ausgerüstet und kam mit einem 39er Kettenblatt, einem 22er Ritzel am Getriebeeingang, einem 30er Kettenblatt am Getriebeausgang und einem 18er Ritzel am Ende auf eine Entfaltung von maximal 7,29 m und minimal 2,40 m. Dass man damit keine Berge hoch fahren kann, muss jeder Hersteller wissen. Trotzdem hat
man hinten das 18er Ritzel eingebaut. Und (da liegt das eigentliche Verbrechen) hat keinen Platz für
größere Ritzel gelassen. Um am Ende auf eine bergtaugliche Entfaltung von 1 m zu kommen, müsste Platz für ein (18x2,4) 43er Ritzel sein. Oder wenigstens für ein 30er, damit nach dem Getriebe keine Steigerung erfolgt.
Ein konkreter IrrwegWeil ich wollte, dass dieses Trike endlich bergtauglich wird, habe ich mich ausgiebig informiert und die vermeintliche Lösung beim “Schlumpf Mountain Drive” gefunden. Es reduziert die Drehzahl des ersten Kettenblattes mit dem Faktor 2,5 und hätte ohne sonstige Änderungen zu einer minimalen Entfaltung von 0,96 m und mit dem 40er Kettenblatt zu einer von 0,98 m geführt. |

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Weil Schlumpf auf der Website schreibt, dass es bei Shimano-Naben keine Probleme gäbe, habe ich meine Fachwerkstatt beauftragt, ein “Schlumpf Mountain Drive” ein zu bauen. Zitat: Quelle: http://www.schlumpf.ch/md_dt.htm
Erschreckendes ErgebnisDas Trike ist bei aktiviertem Mountain-Drive (2.5-fache Untersetzung) nicht fahrbar. Das Pedalieren artet in ein wildes Gezappel aus. Nahe der Totpunkte lassen sich die Pedale nur unglaublich zäh weiter bewegen, während sie sich sonst fast ohne Widerstand drehen lassen. Eine genauere Beobachtung zeigt, dass die eingeleitete Energie die Nabe rhythmisch verformt. Es ist offensichtlich, dass die das nicht lange mit macht. Und es ist klar, dass man so nicht fahren kann. Das hat auch meine Fachwerkstatt mit großem Erstaunen fest gestellt und dann das Schlumpfgetriebe
wieder aus gebaut und zurück genommen. Obwohl das eigentliche Problem ja gar nicht beim Schlumpf
lag, sondern bei der total bescheuerten Übersetzung im weiteren Antriebstrang, die viel eher für ein
Rennrad geeignet wäre. Die ist aber selbstverständlich nachträglich nicht mehr änderbar, weil da ja
vorher keiner dran gedacht hat. Man fragt sich, wer da, wenn überhaupt, woran gedacht hat.
FazitAm Anfang war da wieder mal ein Konstrukteur, der von seiner absolut grandiosen Ingenieurleistung offenbar so begeistert war, dass er schon vor dem zweiten Frühstück das Denken eingestellt hat. Und am Ende stehen da wieder mal die Kunden, die sich mit den grob fahrlässig produzierten Problemen herum ärgern müssen und dann für den Frust auch noch zahlen dürfen.
Ich bin für die generelle Einführung der
Wenn sich das Produkt bewährt,
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