| rt-go: 26.05.2006 |

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Bei meinem Lepus war ab Werk der linke Bremshebel mit den beiden Scheibenbremsen hinten und der rechte mit der Felgenbremse am Vorderrad verbunden. Das Lepus hat vorne eine zweite Bremse, weil es (laut Gesetz) zwei unabhängige Bremsen haben muss. Ansonsten ist die vordere Bremse aber entbehrlich bis unbrauchbar oder sogar gefährlich. Beim Auto gibt's ABS, weil das Lenken und das Bremsen eigentlich nicht gleichzeitig möglich ist. Abgesehen davon, dass die Bremswirkung vorne ohnehin recht bescheiden ist, sollte man sich beim Lepus ( es hat nun mal kein ABS ;-) für das Lenken entscheiden, die Finger am Besten ganz von der Vorderradbremse lassen und sich freuen, wenn das einzelne, wenig belastete Rad, seine Aufgabe ausreichend erfüllt und dem Lepus die richtige Richtung gibt, anstatt geradeaus zu schieben. Die beiden hydraulischen Scheibenbremsen hinten ziehen richtig und tun in jedem Fall ihren Dienst. Wenn ich im Straßenverkehr unterwegs bin, muss ich ja gelegentlich auch mal links abbiegen.
( So flach können Radfahrer sein und stören dann kaum noch den normalen Verkehrsfluss. ;-) Mit ausgestrecktem Arm ist es mir aber bisher noch nie gelungen den Bremshebel zu bedienen.
Die Vorderradbremse darf dann, damit sie wenigstens nicht ganz nutzlos ist, im Stand das Rad am
Weglaufen hindern, weil das Klettband, ein einfach geniales Zubehör, das sicher nicht ganz billig
war und den Wert des Rades unterstreicht, So weit die Theorie.Aber, was nützen Worte? - Nur Taten zählen.Also habe ich nur auf eine Gelegenheit gewartet, wo ich einerseits Zeit hatte und einem das Wetter andererseits ohnehin das Fahren vermiest. Nachdem ich die Hebel und Züge ausgiebig studiert hatte, habe ich zuerst die Lenkstangen und dann die Bremshebel nach unten demontiert. Das macht keine Probleme, wenn man die Schrauben etwas weiter auf dreht und erspart die Demontage der Gummigriffe (man freut sich ja, wenn sie fest sitzen) und des Schaltgriffes, der selbstverständlich rechts bleiben soll. Bei der Montage der Hebel auf der anderen Seite, muss man die Führung der Züge etwas verändern und darauf achten, dass sie beim Lenken nicht im Weg sind und nirgends scheuern; vor allem nicht an der Kette.
Die alten Binder mussten selbstverständlich ersetzt werden. Weil ich nur weiße greifbar hatte, sieht man die drei jetzt um so besser.
Diese hat allerdings den Vorteil, dass man mit etwas Kopf-Verrenken sogar den gewählten Gang ablesen kann. Andererseits führt sie aber auch dazu, dass der Schaltzug etwas frei herum hängt. Jeder Versuch, ihn irgendwo eng zu führen, bewirkt nur, dass er der Kette in den Weg kommt. Also hab ich ihm jede
Freiheit gelassen und achte darauf, dass sich da unterwegs nichts einfädelt, was für die Fahrtrichtung fatale Auswirkungen haben
könnte. Dieser kleine gelbe Ball darunter kann nicht die vorgeschriebene Klingel ersetzen, die auf der anderen Seite montiert
ist. Er erhöht jedoch den Spaßfaktor erheblich, weil das Quiek-Quäk halt lustiger an zu hören ist als das dröge
Geklingel. Und beachtet wird man damit sogar noch mehr. Wenn irgendwo die Polizei steht, kann man ja ausnahmsweise mal
heftig klingeln, falls es erforderlich sein sollte, um schneller durch die Fußgängerzone zu kommen. Obwohl es ja
dafür extra Presslufthörner gibt, damit auch der schwerhörige Opa mal zu einem Seitensprung kommt.
FazitMit etwas Geduld und Geschick macht der Umbau keine Probleme und lohnt auf jeden Fall die geringe Mühe. Aber natürlich könnte man sich oder die Leute bei Hase auch mal fragen, warum die Bremsen nicht
ab Werk so montiert werden. Oder sollte sich da am Ende gar irgend jemand irgend etwas dabei gedacht
haben? NachtragDer “Umbau” hat sich bestens bewährt. Allerdings sollte man sehr genau
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