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rt-go: 03.06.2006 |

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Meine “Hausstrecke” führt von Gau-Odernheim, wo ich wohne, zur Kreisstadt Alzey und zurück. Sie wird von mir zwangsläufig oft benutzt, obwohl sie zur Freude nur ganz wenig Anlass bietet.
Das kurze Stück in Alzey, das wirklich unzumutbar ist, soll endlich gemacht werden. So stand es jedenfalls in der Zeitung.
Und schon ist auch was passiert. Die Wasserlöcher sind jedenfalls weg. Wenn's nur nicht dabei bleibt. (s. Nachtrag)
Das Stück zwischen Framersheim und Alzey, das direkt an der Selz entlang führt, ist zum größten Teil ganz ordentlich. So sieht jedenfalls ein schlechtes, buckliges und geflicktes Stück vor Alzey aus. Aber das ist Gold im Vergleich zu dem, was es da sonst noch gibt. Das Stück zwischen Gau-Odernheim und Framersheim ist jedenfalls schlichtweg eine Schande für die Verbandsgemeinde und niemandem zu empfehlen. Zwei ganz kurze Stückchen, die schon asphaltiert vorhanden waren, blieben erhalten und sind brauchbar. Den Rest aber hat man vor einigen Jahren (für vermutlich viel zu viel Geld) pflastern lassen. Und um diesem geistigen Dünnpfiff noch die letzte (Rizinus-) Ölung zu erteilen, hat man auch noch den Mittelstreifen mit Lochrastersteinen gepflastert. Wer dafür verantwortlich ist, müsste eigentlich dazu verurteilt werden, den Weg jeden Morgen und Abend mit dem Rad zurück zu legen, damit er begreift, für welchen Bullshit er verantwortlich ist.
Wer soll denn diesen Weg benutzen?
Na klar, aber bitte nur Zweiradfahrer, und die nur mit voll gefederten Rädern, weil sie sonst auf dem Pflaster so gründlich durchgerüttelt werden, dass ihnen der Spaß vergeht.
Sie wollen Kinder mitnehmen? - Sie Sadist!
Möglich ist alles. Aber die Pflasterspur ist (unterm Gras) gerade mal 90 cm breit, das Dreirad 85. Da muss man voll konzentriert fahren.
Und dort, wo die Spur überwachsen oder überspült ist, ...
wo Pferdeäpfel oder andere nette Hindernisse zu umfahren sind, ...
oder z. B. Gestrüpp in die Spur ragt,
oder ein Ausflug ins Grüne.
So macht Rad fahren richtig Spaß. ;-(
Und wer noch alles hat Spaß daran?
Keine Chance. Die weichen dann zwangsläufig auf die Landstraße (L406) aus und riskieren dort ihren Hals.
Davon träumen die in ihren Alpträumen.
Wenn sie sich exakt an die Spur halten und darauf achten, dass sie nicht mit den Stöcken in die Lochsteine geraten.
Klar. Aber nur im Gänsemarsch. Oder aber auf zwei getrennten Spuren und auf Distanz. Letzteres aber auch nur, wenn es die Verkehrslage erlaubt.
Nicht einmal die Spurbreite eines einfachen Kinderwagens passt durchgehend auf diesen Weg, die Doppelsitzer sind noch breiter. Auf solchen Wegen kann man Kinder abtreiben, aber nicht transportieren.
FazitViele könnten von dem Weg etwas haben und ihn nutzen und so die Ausgaben rechtfertigen. So wie er jetzt ist, haben, wenn überhaupt, nur ganz wenige etwas davon.
Na gut, es sei ihnen gegönnt. Sie haben ja auch sonst keine Wege. |
Und damit
bzw. damit

betreibt die Verbandsgemeinde Tourismuswerbung auf ihrer Homepage
http://www.vg-alzey-land.de/content/8_tourismus/8-1_content-tourismus.htm

(Aufgenommen am 10.06.2006 um 15:20 zwischen Alzey und Schafhausen)
Gesellig nebeneinander fahren,
oder auch mal überholen,
sogar mit Inlinern.
Einfach traumhaft.
Das Herz erfreut die Heckenrose,
den Radler kost's jedoch die Hose.
Und fliest dann auch noch reichlich Blut,
dann findet der das nicht so gut.
18.12.2006 (es hat seit einer Woche nicht geregnet)

Abzweigung bei Gau-Köngernheim

Durchfahrt in Framersheim

"Gartenstraße" in Alzey
Dieses Problem wurde inzwischen behoben, s.:
Wunder gibt es immer wieder.
Die übrigen Probleme bestehen aber völlig unverändert.
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