rt-go: 2009-07-27

Mein “Mountaintrike” am Hausberg
(2)

Darf's ein Bisschen mehr sein?

Die Route kann man als
Hausberg-2.gpx + hausberg-2.kml
herunter laden

und bei ansehen.

Fast auf den Tag genau ein Jahr später
(s.: Mein “Mountaintrike” am Hausberg (1))
war ich zufällig wieder mal in Bad Lauterberg.

Inzwischen
(s.: Entfaltung 2)
war es mir aber gelungen, die minimale Entfaltung
von 1,53 m auf 1,15 m zu reduzieren.
Daraus folgt, dass ich mit dem gleichen Kraftaufwand
nun statt 15% sogar 20% Steigung schaffen müsste.

Als ich an diesem Samstag wieder mal im Kurpark
unterwegs war, um das Wasser der Oder zu treten, ...

... fiel mein Blick unvermeidlich auch wieder auf den Hausberg.
Und weil ich die Bergtauglichkeit meines Hasen
ganz wesentlich verbessert hatte,
wollte ich die Gelegenheit nutzen,
um sie zu überprüfen.

Der Blick von der Fußgängerzone zum Weinberg
wirkt zwar nicht gerade animierend,
aber ich wollte es versuchen.

Am unteren Ende der Straße
steht die unmissverständliche Warnung:

21% Steigung!

Und dann geht's los.

Mit meiner Rechentabelle (s.: Radler-Leistung)
habe ich berechnet, dass ich gut 330 Watt leisten musste.
Und das bei 28°C im Schatten.

Zum Vergleich:
Die Dauerleistung eines Durchschnittsradlers
beträgt etwa 50 Watt.

Deshalb habe ich mir den Weg in mehrere Etappen unterteilt.
Nach jeweils etwa 80 bis 100 Metern habe ich,
soweit möglich natürlich im Schatten,
eine Pause eingelegt, um wieder zu Luft zu kommen
und die Körpertemperatur zu senken.

Unterwegs hat dieses schöne Wandbild
und die unüberseh- und hörbare
Bewunderung der Passanten,
die übrigens ausnahmslos bergab gingen,
natürlich die Stimmung ganz wesentlich verbessert.

Das letzte Stückchen wird etwas flacher.

Ein Blick zurück.
Es ist geschafft!

Der Rest des Weges auf den Hausberg ...

... geht wie gehabt 150 Meter auf einen Kilometer,
also mit “nur” 15% hoch.

Die fahren sich natürlich auch nicht selbst hoch,
der Belag erleichtert nicht gerade das Fahren
und nach den 21% zuvor ist sowieso etwas die Luft raus.

Aber, wenn man es dann geschafft hat
und die Aussicht und ein Radler genießen kann,
ist die Freude groß und die Mühe schnell vergessen.

Auf dem Rückweg habe ich die 21% natürlich genossen.
Aber ganz ganz langsam.

Fazit

Was ich bei der ersten Tour fest gestellt hatte:
“Der Weg auf den Hausberg wird sicher nicht mein Lieblingsweg.
Dafür ist er zu steil und zu schlecht.”
gilt unverändert.

Aber meine Rechnung hat gestimmt:
Wenn ich früher 15% geschafft habe,
müssen mit der geringeren Entfaltung 20%
zu schaffen sein.

Und manchmal darf's sogar ein Bisschen mehr sein.

Die Grenzen des Machbaren
sind allerdings auch offenbar geworden:

Bei noch größerer Steigung
und entsprechend geringerer Entfaltung
wächst auch die Gefahr,
dass man beim Anfahren eine Rolle rückwärts
auf die Straße legt.

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