rt-go: 2007-08-26

Rhein-Radweg R2
5.Teil

Ingelheim Nord <-> Trechtingshausen

~ 35 Km  ~ 201 Hm

Die Route kann man als
Ingelheim-Trechtingshausen.gpx + ingelheim-trechtingshausen.kml
herunter laden

und bei ansehen.

Weil unser Abstecher auf die rechte Rheinseite (Rhein-Radweg R6) uns nicht so voll begeistern konnte und die letzte Tour (Mit Mühe durch die Eifel) uns zu dem Entschluss gebracht hat, künftig doch lieber an den Gewässern entlang zu fahren, war nun ein neuer Abschnitt des linksrheinischen Rhein-Radweges R2 dran. Den Teil von Ingelheim Nord rheinabwärts kannten wir nur vom Sehen aus dem Auto. Nun war es an der Zeit, auch mal den Radweg zu erfahren.

Wir stellten unser Auto in Ingelheim Nord auf einem der zahlreichen Radlerparkplätze ab, packten die Räder aus und ...

... hatten erst mal wieder was zu reparieren.

Die Nase, die das Teflonrohr an seinem Platz halten soll, war abgebrochen. Das Teflonrohr marschiert dann natürlich auf das Kettenblatt und so bald es ganz drum herum liegt, hat man “Freilauf”, weil Kette und Zahnrad sauber und sehr reibungsarm getrennt sind.

Weil sich das Teflonrohr nicht “einfach so” befestigen lies, musste ich es ganz entfernen. Also habe ich erst mal die Kette geöffnet, was dank Schnellverschluss keine große Sache ist, habe das Rohr runter gezogen und die Kette wieder geschlossen. Danach konnte ich problemlos fahren.
Wenn man mit kurzen Hosen fährt, braucht man den Kettenschutz nicht unbedingt, weil man mit den Beinen nicht dran kommt. Das wird erst problematisch, wenn wieder lange Hosen angesagt sind.

Wir wollten nicht erst den richtigen Rhein-Radweg suchen,
sondern fuhren einfach in Richtung Westen drauf los.

Direkt am Wasser lang ...

... und durch eine schöne Gartenlandschaft ...

... bis wir zum Damm und zum richtigen Rhein-Radweg (R2) kamen.

Davor lag dann nur eine kleine Hürde ...

... die ich ziehend überwinden durfte. - Kein Problem.

Oben sieht's ganz gut aus ...

... und die Wegweiser schaffen Klarheit.

Rechts topt das Bio und links die Radler.

Vor Gaulsheim führt der Rhein-Radweg
 vom Rhein weg und in den Ort hinein.

Dort stießen wir direkt auf die Feuerwehr,
 die gerade eine neue Halle eingeweiht hat.
Aber nicht etwa mit “Dicke-Backen-Musik”,
sondern mit Jazz. Da machen wir gern mal Pause.

Und natürlich musste hier auch ein Würstchen dran glauben.
(Das Brötchen dient nur der Tarnung.)

Weil der offizielle Rhein-Radweg zwischen Gaulsheim und Bingen über die normale Straße führt, haben wir die Alternative durch die Pampa vor gezogen, obwohl man dort immer wieder Slalom fahren und oft auch einen Ausflug ins Grüne unternehmen muss, wenn man halbwegs unverdreckt durch kommen will.

Zum Ausgleich dafür ist man immer nahe am Rhein ...

... und findet immer wieder Plätze, wo es sich lohnt,
 mal an zu halten und den Ausblick zu genießen.

Hier stehen Überreste der “Hindenburgbrücke”.
 Die 1915 fertig gestellte Eisenbahnbrücke war mit fast 1.000m Länge die zweitgrößte in Deutschland. 1945 wurde sie zerstört.

Dort, wo's vor Bingen durch die Industrie geht,
 bietet sich ein etwas weniger naturnaher Anblick.

Und auch bei der Annäherung an Bingen
 ist der Anblick nicht gerade idyllisch.

Das liegt aber vor allem an der regen Bautätigkeit, damit es bei der Landesgartenschau 2008 richtig schön aus sieht.

Aber noch ist es nicht so weit.

Da muss man schon mal in Kauf nehmen,
 dass der Radweg ganz plötzlich endet
 und einen kleinen Umweg fahren.

Auf meinem Umweg bin ich, dann nur so zum Spaß, auf diesen Ponton gefahren und habe dort mein Wendemanöver durch geführt.
Da ist ja mehr als genug Platz.
Und verboten ist auch nur das Betreten.
Da habe ich halt die Füße oben gelassen.

(Leider gibt's kein Bild davon,
 das müssen wir gelegentlich nach holen.)

Die Nahe-Brücke ist zwar wegen der Holzplanken
 nur geräuschvoll, aber sehr bequem befahrbar.

Blick auf die Nahe-Mündung und das Binger Loch.

Weil auch hier in Bingerbrück die Landesgartenschau schon Erdwellen wirft, muss man sich ein Stück weit mit der Schotterpiste begnügen.

Manchmal begegnen einem rasende Radlerpulks, ...

... manchmal gemütlich strampelnde Sonntagsradler ...

... und dann wieder ganze Horden.
Kein Problem, wenn das Wetter und die Piste gut sind.

 Die Landschaft ist schön und abwechslungsreich.

Im Tal ist es eng. Unter dem Burgberg führt die Straße vorbei.
Davor die Bahnlinie und der Radweg ...

... und manchmal ist da sogar ein schmaler Streifen Strand.

Die Zufahrt nach Trechtingshausen ...

... führt uns in eine enge Gasse,
 in der man vermutlich nicht wenden kann.

Aber wer wird denn wenden wollen,
nur weil's mal ein Bisschen steiler wird?

Da muss man einfach durch bzw. hoch,
 selbst wenn es etwas knirscht und kracht.

Auch wenn am Rathaus ein Schild mit der Aufschrift: “Das Hammerdorf” hängt, haben wir eher den Eindruck, dass dort der Hund begraben liegt.

Also ein echter Geh-heim-Tipp.

Dass wir dort umgekehrt sind,
war allerdings schon vorher so geplant.

Wo unten Platz ist, ist ein Campingplatz.
Und oben eine Burg (sowieso).

Blick ins idyllische Rheintal und auf einen freien Radweg.
Ein außergewöhnlicher Moment.

Und schon grüßt uns wieder die Gartenschau ...

... und vom anderen Flussufer die Germania.

Weil wir auf dem Rückweg von Bingen nach Ingelheim nicht auf die Straße wollten, wählten wir den kürzesten Weg durch das Naturschutzgebiet.

So kamen wir der Natur und die Natur uns ständig sehr nahe.
Jedenfalls setzten uns zahllose Mücken ganz erheblich zu.
Gut, bei Tempo 30 hätten sie uns vielleicht nicht erwischt,
aber im Naturschutzgebiet wollten wir natürlich nicht so rasen.

Schließlich durften wir auch noch ein “brennendes” Problem lösen.
 Links standen Brennnesseln, rechts das Wasser.
Obwohl ich nicht wasserscheu und voll waschbar bin,
 habe ich an meine noch saubere Frau auf dem hinteren Trike gedacht und lieber die Brennnesseln, zum Teil mit den Beinen, nieder gewalzt.

Da hatte ich beim Kratzen doch wenigstens
 eine Alternative zu den Mückenstichen.

 

Fazit

Weil wir wieder mal viel in der Sonne gestrampelt und keinen mühsamen Weg vermieden hatten, waren wir am Ende der Tour etwas abgeschlafft.

Aber die Tour gehört zu den abwechslungsreichsten bisher
 und hat uns sehr viel Spaß gemacht.

Und genau darum geht es uns.

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Main-Radweg 2.Tour

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