rt-go: 21.12.2001

Wildschwein à la Mama

Zutaten (für 4 Personen) ohne Beilagen (s.u.)

1.000 g
1 TL
1 TL
1 TL
1
2
1
1
1 Stück
1/3 Tasse
ca. 1 Liter
  
3 EL
1 EL
  
1 gr. Dose

Wildschwein (z.B. Keule oder Schulter)
Wacholderbeeren
schwarze Pfefferkörner
Thymian
Lorbeerblatt
Nelken
Zwiebel
Möhre
Sellerieknolle
Rotweinessig
einfacher aber kräftiger Rotwein
( “Lambrusko brutal” z.B. ;-)
Öl
Mehl
Salz
Pfifferlinge
Vorbereitung (1 bis 5 Tage vorher)
  • Fleisch waschen, in einer passenden Schüssel mit Gewürzen, Zwiebel-, Möhren- und Selleriewürfeln, mit Essig und Rotwein 1 bis 4 Tage marinieren. (Frisches Fleisch braucht 4 Tage!) Das Fleisch muss bedeckt sein! Also ein stramm passendes Gefäß verwenden oder eben mehr Rotwein.

Zubereitung

  • Fleisch aus der Marinade nehmen, gut abtropfen lassen und dann abtrocknen.
  • Fleisch salzen und in heißem Öl ringsum braun anbraten.
  • Braten herausnehmen und Mehl im Bratenfett braun rösten.
  • Marinade mit Gewürzen und Gemüse dazugießen und aufkochen lassen.
  • Braten hineinlegen und zugedeckt etwa 90 Minuten (im Backrohr bei 180°C) köcheln lassen.
  • Braten herausnehmen.
  • Sauce durchpassieren und abschmecken.
  • Pfifferlinge in die Sauce geben und noch etwa 5 Minuten kochen lassen.

Tipps aus Omas Trickkiste

  • Für die Wild-Sauce gibt es auch fertige Gewürzmischungen. Das ist zwar nicht ganz so “edel”, aber bequemer. ;-) Mariniert wird dann nur mit Rotwein und Essig.
  • Der Wildbraten lässt sich nicht sehr gut schneiden. Wenn man ihn schon einen Tag früher anbrät, kann man ihn über Nacht in die Tiefkühltruhe legen. Dann lässt er sich gut schneiden und wird halt in Scheiben fertig gegart. So kann man ihn auch in Scheiben servieren statt als Frikassee. ;-)

Beilagen

  • Semmelknödel, Spätzle oder Kroketten
  • Rotkraut oder Rosenkohl
  • Birnen und Preiselbeeren

Getränke

  • Zum im Rotwein marinierten Wildschweinbraten passt selbstverständlich vor allem Rotwein.
      

Passend dazu ein Gedicht:

Wildschwein ist ein feines Essen.
Ich selber hab noch keins gegessen.
Aber meines Großvaters Onkels Sohn
saß neben einem, - der aß davon.

Und noch 'n Gedicht:

Auch ich wurd' nie von Wild beglückt,
doch dies Rezept hat mich entzückt.
Und fällt das Kochen noch so schwer,
ein Wildschweinbraten der muss her.
Klappt es beim ersten Mal nicht gleich,
der Rotwein schmeckt auch ohne Fleisch.

Alla gude dann!

PS: Man beachte auch das folgende Gericht,
das ganz ohne Rotwein auskommt.

 

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